Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

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Die Beiträge zur Sendung

"Uns geht es doch gut!" Auf dieser weitverbreiteten Meinung hätten sich die Politiker zu lange ausgeruht, glaubt Wilhelm Heitmeyer. Der Sozialwissenschaftler analysiert in seinem Vortrag, inwieweit die Anfänge der Radikalisierung schon lange hinter uns liegen.
Gegen Ende des Ersten Weltkriegs grassierte eine weltweite Pandemie: die Spanische Grippe. Zwischen 20 und 100 Millionen Menschen soll sie das Leben gekostet haben. Vergeblich wurde versucht, die Krankheit mit allen möglichen Mitteln zu bekämpfen, schildert Wilfried Witte in seinem Vortrag.
Wie es Brasiliens Menschen und Institutionen geht, anderthalb Jahre nach dem Antritt des Präsidenten Jair Bolsonaro, fasst die Historikerin und Amerikanistin Ursula Prutsch in ihrem Vortrag zusammen.
Wir sitzen entspannt mit Freunden zusammen, haben einen netten Abend und plötzlich kommt das Gespräch auf Corona und den vermeintlichen Schwindel dahinter. Die Psychologin Pia Lamberty und die Publizistin Katharina Nocun sprechen in ihren Vorträgen über Verschwörungsmythen und die Psychologie dahinter.
Wer war Sigmund Freud? Manche sagen: Der begnadete Begründer der Psychoanalyse, der immer alles richtig analysiert und behandelt hat. Andere behaupten: Eine Art Kaiser, der keinerlei Kritik an seiner Lehre vertrug. – Wissenschaftshistoriker Andreas Mayer auf Spurensuche.
Jahrzehntelang war China weit weg von uns – nicht nur geografisch, sondern auch in den Köpfen. Das änderte sich ab dem Ende des 20. Jahrhunderts jedoch schlagartig. Vom nahezu explosiven Auftritt Chinas auf der Weltbühne berichtet der Sinologe Dominic Sachsenmaier.
Schon lange vor der ersten Mondfahrt träumten die Menschen davon, wie es wohl wäre, den Mond zu betreten. Sie malten sich nicht nur aus, wie das technisch möglich wäre, sondern dachten auch über die wirtschaftlichen Voraussetzungen nach. Ein Vortrag über Kapitalismusfantasien von Stephan Packard.
Der Mond ist für uns Menschen mehr als nur ein Himmelskörper. Unser Denken über ihn ist von Geschlechter-Stereotypen geprägt. Ein Vortrag von Alisa Kronberger und Véronique Sina.
Gesundheitsdaten sind sensible Daten. Deshalb sollten Verantwortliche besonders in einer Krise sorgfältig und sparsam mit ihnen umgehen. Wie gut oder schlecht der Rechtsstaat unsere Daten schützt, berichtet Datenschützer und Jurist Stefan Brink.
Wirtschaftsflauten gab es schon immer. Im Kapitalismus sind sie wiederkehrende, rhythmische Erscheinungen. Die Geschichte der wirtschaftlichen Krise und welche Rolle Corona aktuell dabei spielt, beleuchtet der Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe.
In drei Jahrzehnten könnte es schon soweit sein: Wenn wir im Krankenhaus, Alten- oder Pflegeheim ankommen, empfängt und versorgt uns ein Pflegeroboter. Eine ernst zu nehmende Vision, vorgetragen von Karsten Schwarz und Andreas Keibel.
Deutschland hat zu wenig Pflegekräfte und diejenigen, die ihren Beruf ausüben, leiden unter schlechter Bezahlung und großem Arbeitsdruck. Pflegeroboter könnten entlasten. In ihren Vorträgen im Hörsaal wägen Oliver Bendel und Armin Grunwald Vor- und Nachteile ab.
Am 14. Februar 1989 verhängte der iranische Staatschef Ajatollah Chomeini eine Fatwa über Salman Rushdie. Muslime auf der ganzen Welt waren aufgerufen, Rushdie zu ermorden. Ein Kopfgeld von zunächst einer Million US-Dollar wurde ausgesetzt.
Routinen zu durchbrechen, ist enorm schwierig. Oft führen wir alteingeschliffene Verfahren immer weiter, ohne dass das noch irgendeinen Sinn hätte. Das war schon in der Frühen Neuzeit so. Ein Vortrag der Historikerin Birgit Näther.
Mit Fitness-Armbändern, Wearables und anderen Geräten können wir uns selbst tracken und optimieren. Doch wie hilfreich ist Self-Tracking wirklich? Ein Vortrag von Sportsoziologe Robert Gugutzer.
Geht es darum, einen Studienplatz an der Lieblingsuni zu bekommen oder bei der Partnersuche erfolgreich zu sein, müssen wir die Regel des jeweiligen Marktes kennen, erklärt Wirtschaftswissenschaftlerin Dorothea Kübler in ihrem Vortrag. Dazu brauche es auch eine strategische Vorgehensweise.
Nicht nur Menschen kann Stress ganz schön Kraft kosten. Genauso geht es Tieren, Pflanzen und überhaupt dem gesamten Ökosystems wegen des Klimwawandels. Der Nachhaltigkeitsforscher Uwe Schneidewind und der Klimatologe Hartmut Graßl zeichnen in ihren Vorträgen ein düsteres Szenario.
Wenn es um den Klimawandel geht, sieht der Biologe Ernst Ulrich von Weizsäcker auch westeuropäische Bürger in der Verantwortung: Immer wieder würden wir Politiker wählen, die sich nicht genug dagegen einsetzten.
Viele Patientinnen und Patienten quält nach einer Krebsdiagnose die Frage: "Warum unbedingt ich?" Viele geben sich selbst die Schuld an der Erkrankung, sagt die Psychoonkologin Iris Magdalena Sossalla in ihrem Vortrag.
Gefühle wie Groll, Scham oder Zorn anzusprechen, ist für Therapierende eine Gratwanderung. Denn dadurch könnten diese Gefühle erneut ausgelöst und auf die Therapierenden projiziert werden, erklärt der Psychoanalytiker Heinz Weiß in seinem Vortrag.