Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

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Die Beiträge zur Sendung

Je leerer unser Straßen und Plätze werden, desto mehr Raum nehmen sich die Tiere. Auf einmal spazieren Hirsche, Wildschweine oder Füchse durch unsere Städte. Neu ist das aber nicht. Schon seit einigen Jahren wandern immer mehr Wildtiere bei uns ein. Ein Vortrag des Biologen Carsten Nowak.
Im Jahr 1989 fiel die Mauer. Zurück blieb eine Narbe – ein leerer Streifen, der sich in Berlin mitten durch die Stadt zog. Heute wachsen dort Bäume und Pflanzen, es gibt Tiere, Kletterfelsen und Freizeitparks. Ein einmaliges Biotop. Ein Vortrag des Stadtökologen Ingo Kowarik.
Die Jahre des Kalten Krieges waren eine Zeit der Gegensätze. Der sogenannte Westen befand sich zwischen den Fronten von Kapitalismus und Kommunismus. Historiker Dan Diner sieht die Zeit des Kalten Krieges daher als gesonderte Epoche an, die sich auf Staatswesen und Volksparteien auswirkte.
Die Konzentrationslager der NS-Zeit stehen für grauenvolle Qualen, die Millionen von Menschen erleiden mussten – unter ihnen Kinder und Jugendliche. Um ihr mentales Leid sichtbar zu machen, brauchte es therapeutisches Geschick. Der Historiker Dietmar Süß erzählt von pädagogischer Fürsorge in einer Zeit, in der kaum jemand über Traumata sprach.
Seit Mitte März herrscht in Deutschland wegen des neuartigen Coronavirus Ausnahmezustand. Damit alles wieder normal werden kann, brauchen wir zwingend einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2. Davon sind viele gerade in der Entwicklung. Welche Ansätze verfolgt werden, wie vielversprechend sie sind und was noch passieren muss, bis sie uns zur Verfügung stehen, …
Erste Lockerungen hin oder her – richtige Normalität gibt es für uns alle erst dann, wenn es einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus gibt. Das dauert, sagt der Arzt und Infektionsforscher Till Koch, weil eben jede Krankheit und damit jeder Impfstoff höchst individuell ist. Im Hörsaal-Vortrag beschreibt er die Geschichte …
Heimische Gerichte mit Zutaten aus der Region - in Restaurants und in Kochbüchern wird damit geworben. Doch manchmal entwickeln sich die Gerichte auch weiter. Sie bleiben regional, aber mit Heimat haben sie am Ende nicht mehr viel zu tun, die Nostalgie bleibt auf der Strecke. Das kann auch gut sein.
Der ehemalige Bundestagspräsident spricht von einer neuen, kulturellen Spaltung der Gesellschaft: Wer Weltoffenheit nicht leben könne, reagiere mit dem Wunsch nach Abschottung und einem starken, ihn schützenden Nationalstaat.
Die heutigen Europäer sind die Nachfahren von Menschen aus verschiedenen Teilen der Erde. Jeder heute lebende Mensch hat einen Migrationshintergrund, sagt deshalb die Ur- und Frühgeschichtlerin Bärbel Auffermann.
Die Europäische Union hat ein Akzeptanz- und ein Demokratiedefizit. Das sieht auch der Verfassungsrechtler Dieter Grimm so. Er will die EU allerdings keineswegs abschaffen, sondern ändern.
Jazz-Musik kam vor etwa 100 Jahren als US-Import nach Deutschland und ist geblieben. Musikwissenschaftler Wolfram Knauer über die musikalische Zuwanderungsgeschichte des Jazz und über die Aneignung in den verschiedenen Teilen Deutschlands.
Hope, Change, Yes We Can: Mit diesen Worten ist Barack Obama US-Präsident geworden. Ihre Auswahl ist alles andere als banal, sagt Wahlkampfstratege Frank Stauss. Im Wahlkampf sind Worte entscheidend, weil sie zu Botschaften und Versprechen werden.
Der Umgang mit queeren Menschen fällt vielen Religionsgemeinschaften bis heute schwer. Im Christentum wird zum Beispiel oft damit argumentiert, dass Gott als erstes Menschenpaar Adam und Eva, also einen Mann und eine Frau, erschaffen habe. Ein Vortrag über Gendernomen und Religionen.
"Gott schuf den Menschen als Mann und Frau", so steht es in der biblischen Schöpfungsgeschichte. Solche Bibelzitate werden oft herangezogen, um die Zweigeschlechtlichkeit bis heute zu begründen. Und das ist falsch, sagt der Theologe Stefan Schorch.
Der Orden der Tempelritter war reich und mächtig. Er besaß Burgen, Kirchen, Ländereien und dominierte den Finanzmarkt des Mittelalters. Der Propagandamaschine des französischen Königs waren die Tempelritter allerdings nicht gewachsen. Für den Historiker Ralf Lützelschwab ist ihr Untergang ein Lehrstück von der Wirkung manipulierender Kommunikation und Fake News.
Journalistinnen und Journalisten lieben das Storytelling, das Geschichtenerzählen – ihr Publikum auch. Muss jedes Detail stimmen? Was ist Wirklichkeit und was ist nur wirklich gut erzählt? Die Medienwissenschaftler Tanjev Schultz, Tobias Eberwein und Wolfgang Schulz über ethische Fragen im Journalismus.
Das Völkerrecht soll unter anderem globale Gerechtigkeit ermöglichen. Aber von welcher Gerechtigkeit reden wir? Globale Verteilungsgerechtigkeit? Generationengerechtigkeit? Soziale Gerechtigkeit? Der Völkerrechtler Markus Kotzur diskutiert in seinem Vortrag die aktuelle Frage nach Gerechtigkeitsmaßstäben im Völkerrecht.
Bomben auf Krankenhäuser in Syrien, Umerziehungslager in China, Gewalt gegen Demonstranten in Venezuela – es gibt viele Beispiele weltweit für schwerste Verbrechen, die ungestraft bleiben. Das sollte sich mit der Einrichtung des Internationalen Strafgerichtshofes eigentlich ändern. Klappt das? Ja und Nein, sagt die Juristin Kerstin von der Decken in ihrem …
Bis heute ist ungeklärt, ob Leonardo da Vinci das Gemälde "Salvator Mundi" persönlich gemalt hat oder nicht. Und auch bei zeitgenössischen Künstlern ist die Echtheit von Bildern oft fraglich. Eine Herkunftsforscherin, ein Galerist und ein Kriminalist über Kunstfälschungen und wie man sie entlarvt.
Sich als Sportler den Traum einer Weltkarriere erfüllen: Heutzutage braucht ihr dafür nicht in der Fußball-Bundesliga zu spielen. E-Sport macht's längst möglich. Sollte Gaming genauso anerkannt werden wie der konventionelle Sport? Hans Jagnow und Rolf Müller sind unterschiedlicher Meinung.