Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

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Die Beiträge zur Sendung

Das Gefühl der Angst ist eine menschliche Fundamentalerfahrung, die wir versuchen zu bändigen und in Teile zu zerlegen, die wir verstehen können. Doch so ganz will uns das nicht gelingen. Ein Vortrag des Theologen Philipp Stoellger.
Es gibt wohl kaum eine Krankheit, vor der wir uns mehr fürchten als vor Krebs. Wie wir uns fürchten, und wie wir mit dieser Angst umgehen, hat sich im Laufe der letzten 100 Jahre gewaltig verändert. Ein Vortrag der Historikerin Bettina Hitzer.
Ist ewiges Leben erstrebenswert oder erwarten uns dann Dinge, mit denen wir nie gerechnet hätten und die uns unendlich lange quälen würden? Der Philosoph Martin Booms mit einem Vortrag über die Unsterblichkeit.
Gerade junge Menschen schieben den Gedanken an den Tod gerne weit von sich. Dass er jeden von uns zu jeder Zeit ereilen kann, wird gerne verdrängt. Der Medizinethiker Lukas Radbruch spricht im Vortrag über unseren Umgang mit dem Tod und darüber, wie Ärzte das Sterben erleben.
Der Sommer 2018 war extrem: Enorme Hitze und Trockenheit haben Bäume frühzeitig herbstlich aussehen lassen - braun gefärbte Blätter und raschelndes Laub statt sattem Grün. Und auch Waldbrände gab es dieses Jahr in Deutschland. Der Waldökologe Harald Bugmann untersucht, wie der menschengemachte Klimawandel die Wälder verändert und welche Folgen das …
Sie ist die wichtigste Erfindung der Menschheit: die Schrift. Etwa 800 Schriften gibt es auf unserem Erdball. Was aber eine Schrift zur besten Schrift der Welt macht, erklärt ein Schriftgelehrter: der Soziolinguist und Japanologe Florian Coulmas.
Arbeit kann eine Wonne oder eine Mühe sein, sagt der Philosoph Martin Seel. Sie ist aber nicht gleichzusetzen mit unserem Beruf. Im Hörsaal plädiert er dafür, Arbeit anders zu denken.
Frauen sollen in Führungspositionen, besser verdienen und flexibler arbeiten können, damit sie Familie und Karriere vereinbaren können. Doch wir kriegen das nicht hin, sagt die Psychologin Judith Klups.
Vieles ist bekanntlich im Laufe der Geschichte erfunden worden: der Webstuhl, die Dampfmaschine, das Fahrrad, die Eisenbahn, das Auto. Und der Terrorismus: am 14. Januar 1858. Dazu ein Vortrag von Carola Dietze.
Können wir in Deutschland von muslimischen und jüdischen Traditionen lernen, was den Umgang mit Kapitalismus betrifft? Vertreter dieser beiden Religionen argumentieren, ihre Vorstellung von einer ethischen Wirtschaftsordnung sei besonders gelungen. Vorträge dazu von Nathan Lee Kaplan und Idris Nassery.
Die Zukunft vorhersagen zu wollen, hat eine lange Geschichte. Doch über die Jahrhunderte hinweg ändern sich die Modelle, mit denen sowohl Pseudo- als auch echte Wissenschaftler möglichst präzise nach vorne schauen wollen. Ein Vortrag von Stefan Willer.
Vor über 30.000 Jahren begann unsere Freundschaft mit dem treuesten Partner in der Menschheitsgeschichte, dem Hund.
Außerirdische Reptilien beherrschen die Welt. Mit Impfungen sollen wir gefügig gemacht werden - diese und ähnliche Verschwörungstheorien können unserem politischen System schaden, warnt der Amerikanist Michael Butter.
Ohne den 2. Juni 1967 sähe die Geschichte der westdeutschen 68er-Bewegung anders aus. An diesem Abend wird der Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen. Der Tag danach gibt noch immer viele Rätsel auf. Ein Vortrag von Wolfgang Kraushaar.
Ein "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" sollte es werden - dann beendeten die Truppen des Warschauer Pakts den Prager Frühling gewaltsam. Die Hoffnung auf gesellschaftliche Veränderungen starb. Vorträge von Ingrid Gilcher-Holtey und Detlef Siegfried.
Wie man in Konflikt- und Krisensituationen wieder für Frieden sorgen kann, ist eine vertrackte Frage. Manchmal lassen sich militärische Eingriffe durch zivile Konfliktberatung und zivilen Friedensdienst vermeiden. Ein Vortrag von Winfried Nachtwei.
Frieden, Freiheit und Sicherheit sind Grundvoraussetzungen, um ein gutes Leben führen zu können. Zugleich aber sind es schwer zu erreichende Ideale. Wo früher viel von Frieden geredet wurde, beherrscht heute die Rede von der Sicherheit die politische Diskussion. Zwei Vorträge von Michael Quante und Eckart Conze.
Der Komponist Moritz Eggert sagt: Die Klassische Musik führt sich selbst ad absurdum. Weil sie Klassiker nur aufführe, aber nicht weiterentwickele – und damit sich selbst nicht neu erfinde.
Für die Organspende werden Lebende benötigt, die zugleich tot sein müssen. Medizinethiker Axel Bauer spricht von einem rechtlichen und normativen Dilemma, das schwer aufzulösen ist.
Die Sklaven brachten ihre Musik mit nach Amerika. Sie verpackten ihr Leid in Gospels, die bis heute wirken, erklärt der Musikhistoriker Wolfgang Rathert im Hörsaal-Vortrag.