Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

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Die Beiträge zur Sendung

Jazz-Musik kam vor etwa 100 Jahren als US-Import nach Deutschland und ist geblieben. Musikwissenschaftler Wolfram Knauer über die musikalische Zuwanderungsgeschichte des Jazz und über die Aneignung in den verschiedenen Teilen Deutschlands.
Hope, Change, Yes We Can: Mit diesen Worten ist Barack Obama US-Präsident geworden. Ihre Auswahl ist alles andere als banal, sagt Wahlkampfstratege Frank Stauss. Im Wahlkampf sind Worte entscheidend, weil sie zu Botschaften und Versprechen werden.
Der Umgang mit queeren Menschen fällt vielen Religionsgemeinschaften bis heute schwer. Im Christentum wird zum Beispiel oft damit argumentiert, dass Gott als erstes Menschenpaar Adam und Eva, also einen Mann und eine Frau, erschaffen habe. Ein Vortrag über Gendernomen und Religionen.
"Gott schuf den Menschen als Mann und Frau", so steht es in der biblischen Schöpfungsgeschichte. Solche Bibelzitate werden oft herangezogen, um die Zweigeschlechtlichkeit bis heute zu begründen. Und das ist falsch, sagt der Theologe Stefan Schorch.
Der Orden der Tempelritter war reich und mächtig. Er besaß Burgen, Kirchen, Ländereien und dominierte den Finanzmarkt des Mittelalters. Der Propagandamaschine des französischen Königs waren die Tempelritter allerdings nicht gewachsen. Für den Historiker Ralf Lützelschwab ist ihr Untergang ein Lehrstück von der Wirkung manipulierender Kommunikation und Fake News.
Journalistinnen und Journalisten lieben das Storytelling, das Geschichtenerzählen – ihr Publikum auch. Muss jedes Detail stimmen? Was ist Wirklichkeit und was ist nur wirklich gut erzählt? Die Medienwissenschaftler Tanjev Schultz, Tobias Eberwein und Wolfgang Schulz über ethische Fragen im Journalismus.
Das Völkerrecht soll unter anderem globale Gerechtigkeit ermöglichen. Aber von welcher Gerechtigkeit reden wir? Globale Verteilungsgerechtigkeit? Generationengerechtigkeit? Soziale Gerechtigkeit? Der Völkerrechtler Markus Kotzur diskutiert in seinem Vortrag die aktuelle Frage nach Gerechtigkeitsmaßstäben im Völkerrecht.
Bomben auf Krankenhäuser in Syrien, Umerziehungslager in China, Gewalt gegen Demonstranten in Venezuela – es gibt viele Beispiele weltweit für schwerste Verbrechen, die ungestraft bleiben. Das sollte sich mit der Einrichtung des Internationalen Strafgerichtshofes eigentlich ändern. Klappt das? Ja und Nein, sagt die Juristin Kerstin von der Decken in ihrem …
Bis heute ist ungeklärt, ob Leonardo da Vinci das Gemälde "Salvator Mundi" persönlich gemalt hat oder nicht. Und auch bei zeitgenössischen Künstlern ist die Echtheit von Bildern oft fraglich. Eine Herkunftsforscherin, ein Galerist und ein Kriminalist über Kunstfälschungen und wie man sie entlarvt.
Sich als Sportler den Traum einer Weltkarriere erfüllen: Heutzutage braucht ihr dafür nicht in der Fußball-Bundesliga zu spielen. E-Sport macht's längst möglich. Sollte Gaming genauso anerkannt werden wie der konventionelle Sport? Hans Jagnow und Rolf Müller sind unterschiedlicher Meinung.
Manche haben es geschafft, sie machen viel Geld, haben eine wichtige Stellung und werden dafür bewundert. Diesen Erfolg haben sie ihrem Können und ihrer Leistung zu verdanken, weil sie gut sind, besser als die anderen. Das könnte ein Irrtum sein. Ein Vortrag der Philosophin und Sozialwissenschaftlerin Lisa Herzog.
Unsere Demokratie steckt in der Krise. Doch wer ist daran Schuld? Elitäre, weltfremde Politiker oder ein frustriertes, irrationales Wahlvolk? Ein Vortrag des Politikwissenschaftlers Jan-Werner Müller.
Sinn und Unsinn zu unterscheiden, das klingt einfacher, als es ist. Nutzerinnen und Nutzer können lernen, Stuss auszusieben – auch online. Welche Techniken und Strategien dabei helfen, und was Kant zu Bullshit zu sagen hat, erklärt der Philosoph Philipp Hübl.
Adolph Knigge hat sein berühmtes Buch zwar "Über den Umgang mit Menschen" genannt, es aber für Männer geschrieben. Frauen werden darin nur als Sonderfall behandelt. Die Germanistin Lily Tonger-Erk hat dazu geforscht, was Anstand mit Geschlecht zu tun hat.
Der Begriff "Nation" wurde zu lange ins Schweigen verbannt und dann einseitig aufgeladen, sagt die Erinnerungsforscherin und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann in ihrem Vortrag.
Was Heimat ist, spüren wir meist dann, wenn wir weit von ihr entfernt sind. Heimat erfährt sich durch den Unterschied von Raum, Zeit und Sprache – dem "Anderssein". Das sagt der Philosoph Alfred Hirsch.
In der DDR hatte das Skateboard eine sehr kleine, das Skatspiel eine enorme Fan-Gemeinde. Regierung und Partei taten sich jedoch mit beiden Beschäftigungen schwer. – Was war möglich, auf dem Rollbrett, am Kartentisch und auch bei Pionierspielen?
Spielend können wir alles: In andere Charaktere schlüpfen, andere Lebenswelten erleben, andere Gedanken an- und ausprobieren. Welche Brettspiele in der DDR gespielt wurden und welche sogar erfunden wurden, erfahren wir von der Geschichtswissenschaftlerin Maren Röger und dem Spielesammler Martin Thiele- Schwez.
Crispr/Cas ist die derzeit mächtigste Methode der Gentechnik: In Pflanzen, Tieren und Menschen lassen sich damit gezielt einzelne DNA-Bausteine verändern. Die Methode ist breit anwendbar, aber nicht perfekt, warnt die Medizinethikerin Alena Buyx.
Die sogenannte Genschere Crispr/Cas9 hat die Gentechnik revolutioniert. Damit lassen sich präzise, einfach und günstig die Gene von Organismen ändern. Wir könnten damit einen großen Beitrag für den Umweltschutz leisten, glaubt die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard.