Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

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Die Beiträge zur Sendung

Viele Arbeitslose und eine schlechte wirtschaftliche Situation: Bislang haben viele angenommen, dass die grundsätzliche Stimmung in ostdeutschen Bundesländern deshalb so schlecht sei. Doch neuere Forschungsergebnisse lassen auf andere Gründe schließen.
Wenn die Festplatte unseres Rechners voll ist, kann sie logischerweise keine weitere Informationseinheit mehr speichern. Unser Gehirn arbeitet da ganz anders, erklärt der Lernforscher Manfred Spitzer in seinem Vortrag. Je mehr Input, desto größer die Speicherkapazität.
Politikberater oder Marketingexperte sind übliche Jobs heute. Wer solche Berufe wählt, ist anders ausgebildet und hat andere gesellschaftliche und politische Vorlieben als zum Beispiel ein Facharbeiter der 60er und 70er Jahre. Die Erosion der Volksparteien ist auf diesen Strukturwandel zurückzuführen, sagt die Politikwissenschaftlerin Silja Häusermann. Und damit auch der Aufstieg …
Wir alle leben mit und durch Infrastrukturen. Diese Wege und Verbindungen sind die Lebensadern unserer Gesellschaft - und sie sind es wert, gründlicher erforscht zu werden, sagt der Historiker Dirk van Laak.
Von wegen Landromantik! In Dörfern und kleinen Städten sieht es oft ziemlich öde aus: verwaiste Zentren, leerstehende Häuser, triste Straßen. Der Architekt Roland Gruber entwickelt Ideen, wie toten Ortskernen wieder Leben eingehaucht werden kann. Im Vortrag verrät er unter anderem eine Hauptzutat: die Bürger selbst einbinden.
Neue Techniken, um saubere, klimafreundliche Energie zu erzeugen? Klar, die brauchen wir. Doch das genügt nicht. Wir müssen lernen, auch den anderen Teil des Problems mitzudenken: uns selbst! Uns Menschen mit unseren Bedürfnissen, Gewohnheiten und Erwartungen. Ein Vortrag des Physikers und Philosophen Armin Grunwald.
Wendejahr 1989: Das Jahr der friedlichen Revolution. Doch so gewaltfrei, wie sie dargestellt wird, war die Umbruchzeit in der DDR nicht, sagt der Historiker Martin Sabrow. In seinem Vortrag blickt er hinter die Kulissen der damaligen Ereignisse und erklärt, warum die DDR-Führung die Proteste nicht militärisch niedergeschlagen hat – obwohl …
Herbst 1989: Die DDR geht unter. Rund 30 Jahre ist das her – Geschichte ist die Wende aber längst nicht. Eine Erklärung hierfür sieht der Historiker Ilko- Sascha Kowalczuk in der Art, wie die Vereinigung ablief. In seinem Vortrag fordert er Anerkennung für das, was Ostdeutschland geleistet hat – auch …
Wenn wir Internetseiten aufrufen, online shoppen oder etwas posten, hinterlassen wir Spuren. Was wir online tun, wird registriert, verarbeitet und ausgewertet. Wie weit die Auswertung unserer persönlichen Daten geht, wollte Netzaktivistin Katharina Nocun herausfinden.
Max Schrems ist Jurist, er hat sich auf Online-Recht und Datenschutz spezialisiert. Schon während seines Studiums klagte der Österreicher gegen die Datensammelwut von Facebook. Mit einer NGO kämpft er für den Schutz unserer Privatsphäre im Netz. Ein Vortrag.
Nach der Erfindung von Sprache, Schrift und Buchdruck befinden wir uns gerade im Übergang zu einer neuen Medienepoche: die Epoche der Netzwerk-Gesellschaft. Durch digitale Technik und künstliche Intelligenz wird diese von nie da gewesenen Möglichkeiten geprägt, beschreibt der Soziologe Dirk Baecker in seinem Vortrag.
Bücher haben ihren eigenen Charme – Eselsohren und Kaffeeflecken sei Dank. Aber: In unserer digitalen Welt stirbt das gute alte Buch immer mehr aus. In ihrem Vortrag erklärt Schriftstellerin Annette Pehnt, warum wir das gebundene Buch weiterhin brauchen.
In Deutschland und vielen anderen Ländern wird zurzeit ausdauernd protestiert: Zuletzt wurde in den Medien besonders häufig über Demonstrationen in Frankreich, Hongkong oder Brasilien berichtet. Wie sich Protest formt und welche Dimensionen er hat, erklärt der Protestforscher Dieter Rucht. Über Symbole und die Zeichen von Protest spricht die Medienwissenschaftlerin Dorna …
Die Briten wollen einerseits keine harte Grenze auf der irischen Insel, keine Zollunion mit der EU und keinen Backstop. Allerdings geht all das nicht zusammen. Höchste Zeit für eine ganz andere Idee. Die präsentiert der Vize- Präsident der National University of Ireland, Pól Ó Dochartaigh, in seinem Vortrag.
Die Tatsache, dass Waschbären niedlich aussehen, lässt uns gern vergessen, dass sie waschechte Raubtiere sind. Und das bedeutet: Sie fressen andere Tiere – leider auch Arten, die bei uns bedroht sind, berichtet der Ökologe Norbert Schneeweiß. Etwa die Europäische Sumpfschildkröte.
Ein Großteil des Plastiks in unseren Ozeanen sinkt auf den Meeresgrund, sagt der Ökologe Christian Laforsch in seinem Vortrag. Mikroplastik ist überall: im Wasser, auf dem Land und in der Luft. Die Forschung dazu ist erst am Anfang.
Antibiotika haben ihren Ruf als medizinische Wunderwaffe verloren. Die Biochemikerin Katja Becker kennt Gründe für die rasante Zunahme resistenter Keime. Nur die wenigsten entstehen in Krankenhäusern.
Der Neuropsychologe Frank Rösler spricht über frühkindliche Sozialisation. Der Mediziner Lukas Radbruch hält einen Vortrag über Palliativversorgung in Deutschland.
Exakt 1121 Welterbe-Stätten führt die Unesco, eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, aktuell auf ihrer berühmten Liste. Doch nicht nur die gelten als historisches Erbe. Sybille Frank erklärt in ihrem Vortrag, dass inzwischen sogar Aktivistinnen für ein Erbe kämpfen können. Das nennt sie dann aber "Heritage".
In der Nacht vom 23. auf den 24. August 1939 reiben sich zwei ansonsten zutiefst verfeindete Regimes die Hände: Hitler und Stalin schließen einen Nichtangriffspakt zwischen Faschisten und Kommunisten. Zehn Jahre lang wollen die Unterzeichner des Deutschen Reiches und der Sowjetunion alles vermeiden, um weder direkt noch in einer Allianz …