Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

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Die Beiträge zur Sendung

Nach der Erfindung von Sprache, Schrift und Buchdruck befinden wir uns gerade im Übergang zu einer neuen Medienepoche: die Epoche der Netzwerk-Gesellschaft. Durch digitale Technik und künstliche Intelligenz wird diese von nie da gewesenen Möglichkeiten geprägt, beschreibt der Soziologe Dirk Baecker in seinem Vortrag.
Bücher haben ihren eigenen Charme – Eselsohren und Kaffeeflecken sei Dank. Aber: In unserer digitalen Welt stirbt das gute alte Buch immer mehr aus. In ihrem Vortrag erklärt Schriftstellerin Annette Pehnt, warum wir das gebundene Buch weiterhin brauchen.
In Deutschland und vielen anderen Ländern wird zurzeit ausdauernd protestiert: Zuletzt wurde in den Medien besonders häufig über Demonstrationen in Frankreich, Hongkong oder Brasilien berichtet. Wie sich Protest formt und welche Dimensionen er hat, erklärt der Protestforscher Dieter Rucht. Über Symbole und die Zeichen von Protest spricht die Medienwissenschaftlerin Dorna …
Die Briten wollen einerseits keine harte Grenze auf der irischen Insel, keine Zollunion mit der EU und keinen Backstop. Allerdings geht all das nicht zusammen. Höchste Zeit für eine ganz andere Idee. Die präsentiert der Vize- Präsident der National University of Ireland, Pól Ó Dochartaigh, in seinem Vortrag.
Die Tatsache, dass Waschbären niedlich aussehen, lässt uns gern vergessen, dass sie waschechte Raubtiere sind. Und das bedeutet: Sie fressen andere Tiere – leider auch Arten, die bei uns bedroht sind, berichtet der Ökologe Norbert Schneeweiß. Etwa die Europäische Sumpfschildkröte.
Ein Großteil des Plastiks in unseren Ozeanen sinkt auf den Meeresgrund, sagt der Ökologe Christian Laforsch in seinem Vortrag. Mikroplastik ist überall: im Wasser, auf dem Land und in der Luft. Die Forschung dazu ist erst am Anfang.
Antibiotika haben ihren Ruf als medizinische Wunderwaffe verloren. Die Biochemikerin Katja Becker kennt Gründe für die rasante Zunahme resistenter Keime. Nur die wenigsten entstehen in Krankenhäusern.
Der Neuropsychologe Frank Rösler spricht über frühkindliche Sozialisation. Der Mediziner Lukas Radbruch hält einen Vortrag über Palliativversorgung in Deutschland.
Exakt 1121 Welterbe-Stätten führt die Unesco, eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, aktuell auf ihrer berühmten Liste. Doch nicht nur die gelten als historisches Erbe. Sybille Frank erklärt in ihrem Vortrag, dass inzwischen sogar Aktivistinnen für ein Erbe kämpfen können. Das nennt sie dann aber "Heritage".
In der Nacht vom 23. auf den 24. August 1939 reiben sich zwei ansonsten zutiefst verfeindete Regimes die Hände: Hitler und Stalin schließen einen Nichtangriffspakt zwischen Faschisten und Kommunisten. Zehn Jahre lang wollen die Unterzeichner des Deutschen Reiches und der Sowjetunion alles vermeiden, um weder direkt noch in einer Allianz …
Ein mögliches Zukunftsszenario: Wenn in einem halben Jahrhundert Killermaschinen für uns in den Krieg ziehen, werden keine Soldaten mehr nötig sein. Für die Militäretats hätte das zur Folge, dass sie hohe Personalkosten einsparen könnten. Außerdem sei die neue Technik viel effektiver. Experten diskutieren über unsere Zukunft mit "Killer-Robotern".
Über Killer-Roboter, die mithilfe von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz selbst entscheiden, welches Ziel sie ansteuern und welche Menschen sie töten, spricht der Physiker Jürgen Altmann.
Die Hoffnungen des Arabischen Frühlings von 2011 bis 2013 sind verflogen, seit General Al-Sisi das Land militärisch regiert. Menschen werden überwacht oder verschwinden, und es werden so viele Todesurteile vollstreckt wie schon lange nicht mehr. Die Wurzeln der Demokratie seien erstickt, sagt Amr Hamzawy.
Die internationale Entwicklungshilfe ist nicht auf die Erfordernisse der afrikanischen Bevölkerung ausgerichtet. Diese These vertritt die Politikwissenschaftlerin Salua Nour.
Theodor W. Adornos Vortrag "Was ist deutsch?" von 1965 zeigt, dass seine Gesellschaftskritik drängend aktuell ist. Sie sollte uns aktivieren, findet der Philosoph Dirk Braunstein.
Der Journalist Andreas Förster fand heraus, dass die Staatssicherheit auch Spitzel in der Neonazi-Szene im Westen hatte. Warum das so war und wie die Überwachung ablief, erzählt er im Hörsaal.
So wie wir heute hier in Europa leben, wie wir wohnen, essen, reisen, das ist für die meisten Menschen auf der Welt unmöglich. Oft nehmen wir das einfach als gegeben hin und trauen uns nicht zu fragen, wer eigentlich den Preis zahlt für unseren Lebensstil. Ein Vortrag von Thomas Gebauer.
Wer aktiv im Netz unterwegs ist, muss sich warm anziehen – gerade wenn es um politische Themen geht. Der Ton ist rau und die Emotionen kochen schnell hoch. Das muss nicht sein. Wie wir unser digitales Miteinander respektvoller und höflicher gestalten könnten, erzählt Ingrid Brodnig in ihrem Vortrag.
Seit dem Apollo-Programm der USA gab es keine bemannte Mondmission mehr. Warum ist das so? Der Physiker Volker Ossenkopf-Okada liefert Erklärungen.
Am 21. Juli 1969 betritt der US-Amerikaner Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Gehört der Mond seitdem den Vereinigten Staaten? Es gibt keine staatliche Hoheit im Weltraum – auch nicht auf dem Mond, sagt der Weltraum- Rechtsexperte Stephan Hobe. Doch einzelne Staaten versuchen, nationales Recht gegen internationales durchzusetzen.