Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

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Die Beiträge zur Sendung

Im Mai 1945, vor 74 Jahren, musste die Deutsche Wehrmacht kapitulieren. Als das Oberkommando am 8. Mai die Kapitulationsurkunde in Berlin unterzeichnete, waren 60 Millionen Menschen direkt oder indirekt durch den Nazi-Terror umgekommen. Der Historiker Christoph Dieckmann mit einer Bilanz zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
Zahlen haben etwas Magisches. Wir können mit ihnen spielen, rechnen und: manipulieren! Zum Beispiel, wenn mit geschicktem Rechnen genau das in den Vordergrund gestellt wird, was auf den ersten Blick ganz toll klingt – trotz richtiger Rechnung aber nicht stimmen muss. Also: Besser immer nachdenken und nachrechnen. Der Psychologe Gerd …
Geschickt programmierte Maschinen können aus dem, was wir online tun, erstaunlich treffende und vollständige Persönlichkeitsprofile erstellen. Können uns Algorithmen sagen, wer wir sind? Vorträge der Medizinethikerin Christiane Woopen und von Nathalie Oexle, Juniorprofessorin für Sozialpsychiatrie.
In den USA, Russland und China haben sich bereits einige hundert Menschen einfrieren lassen – mit der Hoffnung auf Wiederauferstehung.
Ist der Tod eine rationale Entscheidung? Meistens nicht. Der Philosoph Hans- Joachim Pieper beschäftigt sich darum mit den Begrifflichkeiten wie "Selbstmord" oder "Freitod".
Reichweitenangst befällt nicht nur Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos. Sie schleicht sich weiter in unser Leben ein. Denn: Mehr und mehr Geräte unseres Alltagslebens werden elektrifiziert. Wie sich das auswirkt, im Auto und im Haushalt, berichten Fabian Kröger und Monique Miggelbrink in ihren Vorträgen.
Batterien und Akkus sind die Helferlein, die unser digitalisiertes, elektrifiziertes Leben ermöglichen. Wir nutzen sie meist, ohne sie zu sehen. Wir bemerken sie erst, wenn sie leer sind oder defekt.
Wer Sklaverei bekämpfen will, muss sich darüber Gedanken machen, was sie ermöglicht und begünstigt. In den arabischen Golfstaaten ist es das Bürgschaftssystem Kafala, sagt die Islamwissenschaftlerin Sabine Damir- Geilsdorf. Und in Deutschland begünstigt das Prostitutionsgesetz Zwangsprostitution, sagt der Menschenrechtler Dietmar Roller.
Der Begriff Sklaverei lässt uns schnell an die US-Geschichte oder an die europäische Kolonialzeit denken. Aber Sklaverei gibt es noch immer - und überall, auch bei uns.
Nichts beim Essen ist mehr so, wie es einmal war. Früher wurde am Tisch gegessen, mit der ganzen Familie und zu einer bestimmten Uhrzeit. Heute beißen wir ins Schokocroissant und hetzen dabei über die Straße. "Je unregelmäßiger der Job, desto häufiger der Snack", sagt der Ernährungssoziologe Daniel Kofahl in seinem …
Die Krankentage aufgrund psychischer Erkrankungen haben sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Der Psychiater und Stressforscher Mazda Adli und die Ethiker Reyk Albrecht und Lena Güngör erörtern in ihren Vorträgen die Gründe und mögliche Auswege.
Halsbandsittich, Waschbär, Wollhandkrabbe – um die 800 Tier- und Pflanzenarten in Deutschland sind nicht heimisch. Der Ökologe Hanno Seebens spricht über diese "Neobiota" und ihren Einfluss auf das Ökosystem.
Bienen übernehmen einen wichtigen Job - sie bestäuben Obstbäume, Kultur- und Wildpflanzen. In Geld übersetzt wird diese Bestäubungsleistung auf 250 Milliarden Euro weltweit geschätzt, Jahr für Jahr. Wenn Bienen und andere Insekten verschwinden, betrifft das uns alle.
Shitstorms gehören heute zum digitalen Alltag. Ein falscher Tweet zur falschen Zeit oder eine unliebsame politische Meinungsäußerung – schon formt sich eine digitale Welle des Hasses. Ein Vortrag des Medienwissenschaftlers Rupert Gaderer.
Ein Coffee-to-go, ein Muffin auf die Hand: Die ganz kleinen und einfachen Verbrauchsgüter machen unseren Alltag so leicht und bequem. Wie fühlen wir uns eigentlich dabei? Das fragt der Literaturwissenschaftler Heinz Drügh in seinem Vortrag.
Fast jeder Mensch, der felsenfest davon überzeugt ist, dass er tolerant und unvoreingenommen auf andere Menschen zugeht, handelt in der Praxis anders.
Der Islam ist eine Religion unter vielen - diese Ansicht vertritt Mouhanad Khorchide. Weil er für einen modernen, offenen, dialogbereiten Islam eintritt, musste der Theologe unter Polizeischutz gestellt werden.
Literatur aus Afrika ist viel älter als die Kolonialzeit. Ein Heldenepos aus Westafrika bildet die Grundlage für einen der größten Disney-Erfolge und seit einiger Zeit nimmt endlich auch der Rest der Welt immer mehr Notiz von Romanen, Essays, Theaterstücken oder Lyrik von afrikanischen Autorinnen und Autoren.
Wem Kinder gehören? Aus europäischer Sicht ist die Frage ganz einfach zu beantworten: grundsätzlich den leiblichen Eltern. Doch in vielen Regionen Afrikas gilt das nicht so ohne Weiteres. Vor allem im Westen des Kontinents, sind es oft die Verwandten, die Eigentums- und Erziehungsrechte an den Kindern geltend machen - und …
Political Correctness in der Sprache schränkt uns nicht ein - sie befördert sogar die Meinungsfreiheit, sagt der Linguist Anatol Stefanowitsch. Er fordert außerdem mehr "Meinungsverantwortung" von uns. Was er damit meint, erklärt er in seinem Vortrag.