Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

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Die Beiträge zur Sendung

Im November 2018 wird landauf landab dem Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren gedacht. Allerdings: Der Krieg war überhaupt nicht zu Ende. Das jedenfalls argumentiert der Journalist und Autor Andreas Platthaus in seinem Vortrag.
Der Erste Weltkrieg war der erste globale Krieg, den die Menschheit angezettelt hat. Rund 17 Millionen Menschen kostete er das Leben, nicht nur in Europa, sondern auch auf anderen Kontinenten. Und er hat die globalen politischen und wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse tiefgreifend verändert, erklärt der Historiker Oliver Janz im Vortrag.
Die Gefühle, die wir unter Drogen erleben können, sind so intensiv, dass scheinbar nur die Metaphern vom Paradies und der Hölle etwas von diesem Erleben einfangen können. Ein Vortrag von Reinhard Haller.
Armut spaltet eine Gesellschaft in die, die etwas haben, und die, die nichts oder zu wenig haben. Wie reagieren wir darauf? Ein Vortrag von Politikwissenschaftler Philipp Lepenies.
Wir kennen sie aus Filmen wie "Outbreak", "Contagion", "Overkill - Durch die Hölle zur Ewigkeit" oder "Virus-Schiff ohne Wiederkehr": Meist entkommen die Killer-Viren irgendeinem Dschungel oder Forschungslabor und bedrohen dann die Menschheit. Ein Vortrag aus der Welt der Viren von Hans-Georg Kräusslich. ** **
Das größte Höhlensystem der Welt befindet sich auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko. Es hat eine Länge von schätzungsweise 7.000 Kilometern und birgt jede Menge Überraschungen: Knochen, Skelette, Schädel und Reste von Behausungen, die Tausende Jahre alt sind. Wolfgang Stinnesbeck entführt uns in eine faszinierende Unterwasserwelt.
Kriegsgefangenschaft und ihre Auswirkungen waren nicht nur europaweit, sondern auch weltweit ein Thema - auch viele Jahre nach Beendigung der Kriegshandlungen.
Bier ohne Alkohol. Sex ohne Körperkontakt. Käse ohne Fett - Genuss und Verzicht scheinen eng miteinander verbunden. Philosoph Robert Pfaller ist da anderer Meinung: Genuss, der verzichtet, ist keiner.
1917 wurde die "Tscheka" gegründet, eine russische Geheimpolizei zur Bekämpfung der Konterrevolution – der Vorläufer des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Fortan wurden die Mitarbeiter der Geheimdienste aller Ostblock-Staaten als "Tschekisten" bezeichnet. Ein Vortrag von Emmanuel Droit.
Perfektionistisch, leistungsorientiert und übermäßig selbstkritisch, traditionelle Familienmenschen, die vor Systemkritik zurückschrecken. So beschreiben Soziologen die "Generation Y". Ein Vortrag von Cornelia Koppetsch.
Das Gefühl der Angst ist eine menschliche Fundamentalerfahrung, die wir versuchen zu bändigen und in Teile zu zerlegen, die wir verstehen können. Doch so ganz will uns das nicht gelingen. Ein Vortrag des Theologen Philipp Stoellger.
Es gibt wohl kaum eine Krankheit, vor der wir uns mehr fürchten als vor Krebs. Wie wir uns fürchten, und wie wir mit dieser Angst umgehen, hat sich im Laufe der letzten 100 Jahre gewaltig verändert. Ein Vortrag der Historikerin Bettina Hitzer.
Ist ewiges Leben erstrebenswert oder erwarten uns dann Dinge, mit denen wir nie gerechnet hätten und die uns unendlich lange quälen würden? Der Philosoph Martin Booms mit einem Vortrag über die Unsterblichkeit.
Gerade junge Menschen schieben den Gedanken an den Tod gerne weit von sich. Dass er jeden von uns zu jeder Zeit ereilen kann, wird gerne verdrängt. Der Medizinethiker Lukas Radbruch spricht im Vortrag über unseren Umgang mit dem Tod und darüber, wie Ärzte das Sterben erleben.
Der Sommer 2018 war extrem: Enorme Hitze und Trockenheit haben Bäume frühzeitig herbstlich aussehen lassen - braun gefärbte Blätter und raschelndes Laub statt sattem Grün. Und auch Waldbrände gab es dieses Jahr in Deutschland. Der Waldökologe Harald Bugmann untersucht, wie der menschengemachte Klimawandel die Wälder verändert und welche Folgen das …
Sie ist die wichtigste Erfindung der Menschheit: die Schrift. Etwa 800 Schriften gibt es auf unserem Erdball. Was aber eine Schrift zur besten Schrift der Welt macht, erklärt ein Schriftgelehrter: der Soziolinguist und Japanologe Florian Coulmas.
Arbeit kann eine Wonne oder eine Mühe sein, sagt der Philosoph Martin Seel. Sie ist aber nicht gleichzusetzen mit unserem Beruf. Im Hörsaal plädiert er dafür, Arbeit anders zu denken.
Frauen sollen in Führungspositionen, besser verdienen und flexibler arbeiten können, damit sie Familie und Karriere vereinbaren können. Doch wir kriegen das nicht hin, sagt die Psychologin Judith Klups.
Vieles ist bekanntlich im Laufe der Geschichte erfunden worden: der Webstuhl, die Dampfmaschine, das Fahrrad, die Eisenbahn, das Auto. Und der Terrorismus: am 14. Januar 1858. Dazu ein Vortrag von Carola Dietze.
Können wir in Deutschland von muslimischen und jüdischen Traditionen lernen, was den Umgang mit Kapitalismus betrifft? Vertreter dieser beiden Religionen argumentieren, ihre Vorstellung von einer ethischen Wirtschaftsordnung sei besonders gelungen. Vorträge dazu von Nathan Lee Kaplan und Idris Nassery.