Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

by Deutschlandfunk Nova · · · · 18 subscribers

Die Beiträge zur Sendung

Die sogenannten "Sozialen Medien" sind eigentlich "Werbeplattformen", sagt Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Sie werten unsere Daten aus - nicht nur für Werbezwecke, sondern auch, um gezielt Falschinformationen und Propaganda zu verbreiten.
Wir wollen einzigartig und individuell sein. Wir verwandeln uns in eine Gesellschaft der "Singularitäten", sagt der Soziologe Andreas Reckwitz in seinem Vortrag.
Die Sonne liefert mehr als genug Energie, um den Gesamtbedarf der Menschheit zu decken. Die Frage ist nur: Wie kommen wir da ran? Wie das gehen könnte, erklärt der Physiker [Klaus Lips](https://www.helmholtz- berlin.de/pubbin/news_seite?nid=13645;sprache=de;seitenid=74699) im Hörsaal- Vortrag.
Soziologen beforschen, wie Ordnungssysteme verfertigt und verändert werden. Wir wissen, was einen prototypischen Mann, eine prototypische Frau ausmacht, und gleichzeitig bearbeiten wir solche Stereotype. Die Gender Studies aber sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, einfache Wahrheiten komplizierter zu machen als sie sind. Die Soziologin Paula-Irene Villa will differenzieren.
Alle können sich auf die Bomberjacke einigen: Skinheads, Neonazis, Galeristinnen, SM- und Fetisch-Freunde, Partypeople, Modemacher und neuerdings auch Normalos. Wieso funktioniert dieses Kleidungsstück aus Nylon für so unterschiedliche Gruppen? Antworten von einem Mann, der sie ebenfalls trägt, von dem Autor Hans-Christian Dany.
Wir müssen neu über Ratio und Emotion in der öffentlichen Diskussion nachdenken, sagt die Politikwissenschaftlerin Christine Landfried. Emotionen dürften nicht ausgegrenzt werden. Vielmehr sollten Politiker die Ängste der Bürger ernst nehmen. Denn die Demokratie stecke in einer tiefen Krise.
Jeder von uns will gesund werden, wenn er krank ist – und das am besten mit den modernsten Mitteln. Doch was ist überhaupt medizinischer Fortschritt - und nützt er uns? Das fragt der Medizinethiker Urban Wiesing in unserem Hörsaal.
Billig, Wegwerfartikel, Müll - Plastik ist ein Problem. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Plastik als Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft galt. Vorträge zur Geschichte des Plastiks von Franz Mauelshagen und Henning Laux.
Es war eine Sensation, als Geologen Ende der 1970er Jahre durch Zufall große Tiergemeinschaften in der Tiefsee entdeckten. Ohne Licht könne es kein Leben geben, hatte man geglaubt.
Frauen an der Macht sind heute keine Seltenheit mehr. Auch wenn sich viele darüber beklagen, dass dies bei weitem noch nicht oft genug der Fall sei. Die Habsburgerin Maria Theresia war die erste Frau auf dem Thron, die sich in Österreich gegen heftige Widerstände behaupten musste.
Vor 100 Jahren, am 19. Januar 1919, durften die Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen. Und das taten sie in großer Zahl. Trotzdem sind die Parteistrukturen bis heute männlich geprägt, sagt die Historikerin Sylvia Schraut.
Auf unserer Welt geht es nicht gerecht zu: ungleiche Wohlstandsverteilung, ungleiche Bewegungsfreiheit, Machtgefälle – das sind nur einige der Beispiele für eine Schieflage, die immer größer zu werden scheint. In ihrem Vortrag überlegt die Politikwissenschaftlerin Regina Kreide, wie wir einer gerechteren Weltordnung näherkommen könnten.
Freundschaften gewinnen gegenüber Familie immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig gibt es Befürchtungen, dass der Begriff der Freundschaft in der digitalen Welt entwertet wird. Im Hörsaal sprechen der Philosoph Björn Vedder und der Soziologe Janosch Schobin über Freundschaft früher und heute und darüber, was sie ausmacht.
Am 6. Januar 1939 veröffentlichte der Chemiker Otto Hahn zum ersten Mal die Ergebnisse seiner Experimente zur Kernspaltung. Es war der Anfang des Atomzeitalters.
Die USA und Nazi-Deutschland lieferten sich einen Wettlauf um die Bombe. So steht es in den Geschichtsbüchern. Doch diesen Wettlauf hat es nie gegeben, sagt der Kernphysiker Manfred Popp.
Wie es dazu kam, dass die Wissenschaft ihre kleinen Nischen und Winkel verlassen und einen weltumfassenden Anspruch entwickelt hat, erzählt der Soziologe Rudolf Stichweh in diesem Vortrag.
Am 3. November 1618 wird ein Komet am Himmel gesichtet, den die Menschen in den Jahren darauf als Auslöser des Dreißigjährigen Kriegs sehen. Ein Hörsaal des Historikers Andreas Bährüber menschliche Sinnstiftung und über das Verhältnis von Himmelszeichen und Weltgeschehen.
"Babylon Berlin" zeichnet ein Bild der Kultur, Wirtschaft, Politik, aber auch der Unterwelt der Weimarer Republik. Aber ist das alles überhaupt realistisch? Ein Vortrag von Hanno Hochmuth.
Frontalunterricht, Fakten lernen, Klassenarbeiten. Schule und Lernen laufen meist so ab wie schon vor Jahrzehnten. Das ist ein Problem, sagt der Pädagoge Olaf-Axel Burow: Unsere Lernkonzepte müssen sich radikal ändern.
Sobald wir die Wahl haben zwischen mindestens zwei Lösungen, kann er sich zu Wort melden - der Zweifel: Welches ist die bessere Entscheidung? "Zweifel können lähmen", sagt der Organisationsforscher Günther Ortmann.