Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

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Die Beiträge zur Sendung

Die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan geht mit der Flüchtlingspolitik in der Europäischen Union hart ins Gericht. Weil es 2015 keinen geeigneten Plan gegeben habe, die vielen Flüchtlinge zu integrieren, schlägt sie in ihrem Vortrag ein neues Modell vor. Eine Kernidee: Die Aufnahme von Flüchtlingen muss sich lohnen.
Jeder von uns möchte selbst über sein Leben bestimmen. Wir wollen eigenständig festlegen, wie wir unsere Zukunft gestalten. Dummerweise gibt es dabei ein uraltes, klitzekleines Problem: den Zufall.
Stinksauer, zornig und richtig wütend werden wir alle manchmal. Was wir als gewaltige, private Emotion erleben, ist manchmal mehr: nämlich ein politisches Gefühl.
"Frontstadt Berlin" - das war in Westberlin zu Mauerzeiten gleichzeitig eine nüchterne Beschreibung, ein Schimpfwort und ein Ehrentitel. Die Westberliner Bevölkerung war polarisiert. Die US-Amerikaner waren für manche "Besatzer", für andere "die Schutzmacht" - ein Vortrag der Historikerin Stefanie Eisenhuth.
Berlin ist die Hauptstadt der Atheisten, dort spielt die Kirche keine Rolle. Könnte man meinen, ist aber falsch. Die evangelische Kirche war in der säkularen Stadt während der deutschen Teilung unglaublich wichtig. Eine Reise in den Kalten Krieg mit dem Historiker Hanno Hochmuth.
Rituale strukturieren unser Leben. Wir feiern den Schulabschluss, unseren Geburtstag oder Weihnachten. Wir inszenieren uns vor anderen. Ähnlich in der Politik: Rituale wie Krönung oder Amtseinführung verlaufen nach bestimmen Mustern - in der Öffentlichkeit. Welche Macht politische Rituale in Geschichte und Gegenwart haben, erfahren wir von der Historikerin Barbara Stollberg- …
Armut, Hunger, Krankheit, Korruption, Gewalt, Drogen- und Menschenschmuggel: Afrika nehmen wir als einen schwachen Kontinent wahr, der sich nicht allein helfen kann. Doch warum ist das so? Afrika-Expertin Uschi Eid sucht nach Antworten.
Seit etwa 1945 gilt die Kolonialzeit in Afrika als endgültig beendet. Endgültig? Wissenschaftler haben da unterschiedliche Meinungen. Kolonialismus- Experte Andreas Eckert sagt, es werde von Jahr zu Jahr deutlicher, dass das koloniale Erbe schwer auf dem Kontinent lastet.
John F. Kennedy, dessen Todestag sich am 22. November 2018 zum 55. Mal jährt, war der erste "Telepräsident" der amerikanischen Geschichte. Tanja Weber hat dessen charismatisches Auftreten in der Öffentlichkeit analysiert.
Anfang der 1960er Jahre verkörpert John F. Kennedy die Hoffnungen und Träume einer ganzen Nation. Der 35. Präsident der USA steht für einen Aufbruch. Doch hinter dem Mythos JFK steckt reine Inszenierung. Ein Vortrag von Olaf Stieglitz.
Im November 2018 wird landauf landab dem Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren gedacht. Allerdings: Der Krieg war überhaupt nicht zu Ende. Das jedenfalls argumentiert der Journalist und Autor Andreas Platthaus in seinem Vortrag.
Der Erste Weltkrieg war der erste globale Krieg, den die Menschheit angezettelt hat. Rund 17 Millionen Menschen kostete er das Leben, nicht nur in Europa, sondern auch auf anderen Kontinenten. Und er hat die globalen politischen und wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse tiefgreifend verändert, erklärt der Historiker Oliver Janz im Vortrag.
Die Gefühle, die wir unter Drogen erleben können, sind so intensiv, dass scheinbar nur die Metaphern vom Paradies und der Hölle etwas von diesem Erleben einfangen können. Ein Vortrag von Reinhard Haller.
Armut spaltet eine Gesellschaft in die, die etwas haben, und die, die nichts oder zu wenig haben. Wie reagieren wir darauf? Ein Vortrag von Politikwissenschaftler Philipp Lepenies.
Wir kennen sie aus Filmen wie "Outbreak", "Contagion", "Overkill - Durch die Hölle zur Ewigkeit" oder "Virus-Schiff ohne Wiederkehr": Meist entkommen die Killer-Viren irgendeinem Dschungel oder Forschungslabor und bedrohen dann die Menschheit. Ein Vortrag aus der Welt der Viren von Hans-Georg Kräusslich. ** **
Das größte Höhlensystem der Welt befindet sich auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko. Es hat eine Länge von schätzungsweise 7.000 Kilometern und birgt jede Menge Überraschungen: Knochen, Skelette, Schädel und Reste von Behausungen, die Tausende Jahre alt sind. Wolfgang Stinnesbeck entführt uns in eine faszinierende Unterwasserwelt.
Kriegsgefangenschaft und ihre Auswirkungen waren nicht nur europaweit, sondern auch weltweit ein Thema - auch viele Jahre nach Beendigung der Kriegshandlungen.
Bier ohne Alkohol. Sex ohne Körperkontakt. Käse ohne Fett - Genuss und Verzicht scheinen eng miteinander verbunden. Philosoph Robert Pfaller ist da anderer Meinung: Genuss, der verzichtet, ist keiner.
1917 wurde die "Tscheka" gegründet, eine russische Geheimpolizei zur Bekämpfung der Konterrevolution – der Vorläufer des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Fortan wurden die Mitarbeiter der Geheimdienste aller Ostblock-Staaten als "Tschekisten" bezeichnet. Ein Vortrag von Emmanuel Droit.
Perfektionistisch, leistungsorientiert und übermäßig selbstkritisch, traditionelle Familienmenschen, die vor Systemkritik zurückschrecken. So beschreiben Soziologen die "Generation Y". Ein Vortrag von Cornelia Koppetsch.