WDR 5 Tischgespräch: Sendung vom 19.05.10 May 19, 2010

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Ulrich Horstmann im Gespräch mit dem Islamkritiker Hamed Abdel-Samad „Der Koran ist und bleibt für mich das schönste Buch der Welt.“ Hamed Abdel-Samad muss es wissen, denn als Sohn eines Imams lernte er Sure für Sure des Korans auswendig. Doch gleichzeitig erlebte er in seiner Heimat Ägypten, dass eine islamisch geprägte Gesellschaft es nicht schafft, überkommene Rituale, Gewalt und Ausbeutung zu überwinden. Die Beschneidung seiner Schwester schockiert ihn. Als er mit vier Jahren von einem Jugendlichen vergewaltigt wird, kann der sensible und hoch intelligente Junge mit niemanden darüber sprechen. Das schreckliche Ereignis prägt sein weiteres Leben. Der sprachenbegabte, innerlich zerrissene …



Ulrich Horstmann im Gespräch mit dem Islamkritiker Hamed Abdel-Samad „Der Koran ist und bleibt für mich das schönste Buch der Welt.“ Hamed Abdel-Samad muss es wissen, denn als Sohn eines Imams lernte er Sure für Sure des Korans auswendig. Doch gleichzeitig erlebte er in seiner Heimat Ägypten, dass eine islamisch geprägte Gesellschaft es nicht schafft, überkommene Rituale, Gewalt und Ausbeutung zu überwinden. Die Beschneidung seiner Schwester schockiert ihn. Als er mit vier Jahren von einem Jugendlichen vergewaltigt wird, kann der sensible und hoch intelligente Junge mit niemanden darüber sprechen. Das schreckliche Ereignis prägt sein weiteres Leben. Der sprachenbegabte, innerlich zerrissene Muslim sucht zunächst vergeblich, sein Glück in Deutschland und Japan zu finden. Seine aufsehenerregende Autobiografie „Mein Abschied vom Himmel“ löst auch in Ägypten heftige Kontroversen aus. Im Gespräch mit Ulrich Horstmann erzählt Hamed Abdel-Samad mit großer Offenheit über seine Suche nach Gott und sich selbst. © WDR 2010